H1_Meister201920

Herren 1 Saisonbericht 2019/20

Eine fast perfekte Saison – eine Homage an „Dom“ <3

Um die diesjährige Saison zusammenzufassen muss ich etwas weiter ausholen. Vor drei Jahren befand ich mich in einer Mannschaft, die in einer heftigen Abwärtsspirale war. Die trainerlosen Trainings und coachlosen Spiele waren, aus meiner Perspektive, des Öfteren ein komplettes Desaster. Völlig enttaktet raste das Team dem Abgrund, was in diesem Falle die Regionalliga darstellen soll, entgegen. Und ich, ich musste schlicht und einfach mit zusehen. Denn egal wie fest ich mich bemühte, wenns im Volleyball nicht läuft, dann läuft’s nicht. Es war, als ob wir alle – und bitte versteht die kommende Metapher jetzt nicht falsch, schliesslich soll ein Saison-Endbericht auch an die Zeiten zurückerinnern in denen er verfasst wurde – als ob wir alle… einen Virus eingefangen hätten. Ja, die Folge war dann ein langsamer und langer Rutsch über den Abgrund zurück in die Regionalliga.

Im Mai 2018 sass ich dann da, beim Mannschaftsmeeting. Vom Abstieg war nicht mehr viel zu spüren. Denn der Abstieg brachte nicht nur negatives, er brachte durchaus auch positives mit sich. Die neue Situation eignete sich nämlich super, um frisch bei der Basis anzusetzen. Und dies wurde genauso vom vermissten und wieder zurückgekehrten Trainer „Dom“ bereits an dieser Sitzung angekündet. Dass sich das Resultat dieser Basisarbeiten dann so schnell wieder sichtbar machen würde, das dachte anno dazumal noch niemand. Aber gut. Bereits in der Saison 2018/19 fanden wir zurück in unsere alte Form und wir beendeten dann die Saison, mit einem Kopf an Kopf Rennen, punktgleich mit dem erstplatzierten aus Sursee. Aufgrund weniger Satzpunkte wurde uns dann der Wiederaufstieg zwar verwehrt, dennoch war klar, den richtigen Mann am Steuer, den hatten wir. Und dies schien bereits völlig auszureichen, um die Leistung jedes Spielers wieder abzurufen.

Es wäre also falsch gewesen, wenn wir dieses Jahr nicht als Anwärter eines 1.Liga Aufstiegsplatzes in die Saison gestartet wären. Mit einer leicht neuen – und ich wage auch zu sagen, optimierten Spielerkonstellation, starteten wir bereits im Sommer 2019 in die Saisonvorbereitung. Die ersten Spiele bestritten wir dann im Herbst und zum Ende der Hinrunde waren wir dann ungeschlagen auf Platz 1. Es kam Weihnachten, es gab Geschenke – denke ich, und es folgte die Rückrunde, nach der wir ungeschlagen auf Platz 1 waren. Schneiden wir noch kurz den Cup an. Dieser war für uns dieses Jahr erst in der vierten Runde gegen, das 1.Liga Team des VBC Aarau, fertig. Zuvor eliminierten wir den erstligisten Kanti Baden und schlugen Ebenfalls den VBC Schaffhausen und VBC Mutschellen (beides Aufsteiger Teams in die 1.Liga per diesem Jahr). Und jetzt legen wir alle noch kurz die Hand aufs Herz. Sind wir ehrlich: Auch Aarau wäre machbar gewesen. 😉

Das klingt jetzt alles phänomenal, super schön und gut – weshalb ich diesem Saisonendbericht auch den Titel „Eine fast perfekte Saison“ gegeben habe. Doch bedarf es jetzt noch einer Erklärung für das „fast“. Nun, unsere Mitten hatten es dieses Jahr wirklich schwer. Musste man während der Vorbereitungsphase noch feststellen, das einfach zu viele von diesen Mitten im Training waren, und es richtig schwierig wurde einigermassen schlaue Übungen durchzuführen, bei denen es mal nicht nur darum ging Bälle zu blocken oder möglichst schnell nach unten zu dreschen. So hatte sich das Luxusgut bereits zum Saisonstart relativ stark verflüchtigt. Mit Lukas und Claude fielen gleich zwei Mitten für die ganze Saison aus und auch Patrick zog sich mitten in der Saison noch eine Verletzung zu. Dom war wirklich gefordert und konnte zum Glück mit Marvin und Jonas C. ein sehr solides und zuverlässiges Mitten-Gespann aufstellen. Aus meiner Sicht die genau richtige Entscheidung. Danke den beiden Jungs für den ausserordentlichen Einsatz! An dieser Stelle muss ich jetzt natürlich auch noch den verletzten Aussenangreifer Jonas D. erwähnen, der ebenfalls fast die ganze Saison ausfiel. Dies war aber bereits zu Beginn der Saison klar, weshalb wir da jetzt nicht zu viel Aufmerksamkeit darauf geben wollen – lach.

Und was war da noch… Ach ja! Die Saison war also zu Ende und wir auf dem 1. Platz. Für den Zweitplatzierten aus Bürgeln war es unmöglich unsere 52 Punktemarke noch zu knacken und somit waren wir Meister. OLE! Leider war da noch dieses Saufgelage. Eh Corona, meine ich. Der Bund und damit auch Swissvolley entschieden sich, die Saison frühzeitig zu beenden, blablablabla das kennt ihr ja alle schon … und somit waren die Aufstiegsspiele für uns ebenfalls gestrichen. Dennoch erhielten wir Mitte März gute Nachrichten. Alle potenziellen 1.Liga Aufsteiger können berücksichtigt werden und dürfen daher nächstes Jahr in der nationalen Liga antreten. Das Nichtspielen der Aufstiegsspiele verbittert jetzt natürlich etwas die Art und Weise wie der Wiederaufstieg geschafft wurde. Aber wenn man auf die Saison 2019/20 zurückblickt, dann ist klar, dass wir diesen hart erkämpft haben. Mit keiner einzigen Niederlage durch eine Saison zu marschieren ist eine starke Leistung, auf die ich aber auch das ganze Team gänzlich stolz sein können. Trotz Coronakrise sind wir nämlich sehr wohl verdiente Aufsteiger – was wir in der kommenden Saison dann hoffentlich auch beweisen können. Eine solch souveräne Saison klappt natürlich nur mit der genau gleich souveränen Leistung des Teams und da hat einmal mehr unser Trainer und Coach „Dom“ einen ganz grossen Beitrag dazu geleistet – weshalb auch der Titel noch einen angefügten Gedanken mit beinhaltet.

Damit: „Macht’s gut, bleibt fit, habt Spass und kommt doch ab dem Herbst hie und da an eines unserer 11 Heimspiele, wenn wir dann in der 1.Liga spielen.

Bis dann and Keep practice

Euer H1

Bericht verfasst: Denis Huser

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